Jung und Alt - Füreinander da (virtuelles Mehrfamilienhaus)


Da Kinder, Eltern und Großeltern häufig weit voneinander entfernt wohnen, verträgt sich berufliche Flexibilität schlecht mit der Betreuung pflegebedürftiger Eltern oder den Wunsch der Großeltern, sich um ihre Enkel zu kümmern. Daher wollen der Sachausschuss Soziales und SA Jugend des Pfarrgemeinderates und der Kath. Frauenbund St. Josef ein virtuelles Mehrgenerationenhaus innerhalb der Pfarrei einführen.

Zwar fördert die Familienministerin zurzeit mit vielen Millionen Euros den Bau von mehreren realen Mehrgenerationenhäusern, aber davon profitieren nur ein paar Gemeinden. Ein viel kostengünstiger Ansatz ist der eines virtuellen Mehrgenerationenhauses, bei dem die verschiedenen Generationen nicht in einem Haus wohnen, sondern in einer Gemeinde. Aber innerhalb der Gemeindemitglieder gibt es die gleichen Serviceleistungen zwischen Alt und Jung und zwischen Jung und Alt wie in einem realen Mehrgenerationenhaus.
In einem Fragebogen, der mit dem Weihnachtspfarrbrief an mehr als 600 Haushalte verteilt wurde, soll zunächst der konkrete Bedarfe älterer Menschen der Pfarrei im Sinne des Betreuten Wohnens Daheim (BWD) ermittelt werden (konkrete Adressen). Dabei soll nicht dem BWD der Sozialstation Maxhütte-Haidhof Konkurrenz gemacht werden, sondern hier sind vor allem Bedarfe interessant, die durch Junge erledigt werden können, im Sinne eines Generationenaustausches. Zu denken ist hier an Besorgungen aus Apotheke, Supermarkt oder Behörden, aber auch Einführung in die neuen Techniken wie das Bedienen eines Videorecorders/DVD-Gerätes oder das effiziente Suchen im Internet. Als zweite Bedarfsklasse wird in dem Fragebogen der konkrete Bedarfe von jungen Familien mit Kindern, insbesondere der Alleinerziehenden, die von Älteren erfüllt werden können, ermittelt wie kurzzeitige Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe für Grundschüler und Hauptschüler, Hilfe bei häuslichen Problemen bei Alleinerziehenden.
Parallel zum Bedarf Ermitteln sollen teilnehmende aktive junge Menschen für die Senioren-Dienstleistungen und aktive Ältere für die Dienstleistungen an Alleinerziehenden gefunden werden unter der Prämisse, dass das Helfen im Vordergrund steht und nur eine kleine Aufwandsentschädigung abfällt. Interessenten zur aktiven Mitwirkung füllen ebenfalls den Fragebogen aus. Rückgabemöglichkeit des ausgefüllten Fragebogens für Pfarreimitglieder mit Bedarf oder für aktiv am Projekt mitwirken Wollende war per Post, durch Einwurf beim Pfarramt oder in der Kirche bis 31.12.06.
Das Projektteam will eine gewisse Brokerfunktionalität aufbauen, mittels der Nachfrager nach sozialer Leistung und Anbieter derselben im Generationenaustausch zusammenkommen und ein Schema für die kleinen Aufwandsentschädigungen aufstellen.
Ziel des Projektes ist eine Stärkung der Solidarität zwischen Jung und Alt und Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

Schließlich wird ein umfangreicher Informationsdienst für die wichtigsten sozialen Probleme aufgebaut in Form von Faltblatt mit den entsprechenden Telefonnummern oder Linksammlung auf der Pfarreihomepage.

Sammlung von Selbsthilfegruppen und helfenden Einrichtungen in Landkreis


Am 3. Adventsonntag führte Pfarrer Kazimierz Pajor in den Gottesdiensten in das Thema Gemeindecaritas ein.

Impressum:
Kath. Pfarrei St. Josef Rappenbügl
Teublitzer Str. 4
93142 Maxhütte-Haidhof
Tel. 09471 3670; Fax: 09471 3627
Email: st.josef-rappenbuegl@t-online.de

Das Projektteam besteht aus Günther Ligon und Uschi Braun als Vertreter des SA Jugend, aus Dr. Heribert Popp, Roswitha Meindl, Hans Bräu, Hans Nuber als Vertreter von SA Soziales, Helga Huber als Vertreterin des Kath. Frauenbund und Erhard Feichtinger, ein externer Sozialberater.



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